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Dienstag, 4. August 2026

Das 18. Andenkenjahr an „Yaqoob Mehrnehad“ ein Symbol des Bürgerkampfes und des Widerstands in Belutschistan



Das 18. Andenkenjahr an „Yaqoob Mehrnehad“ ein Symbol des Bürgerkampfes und des Widerstands in Belutschistan

Der „Yaqoob Mehrnehad“ der weltweit erste hingerichtete Blogger, im Iran.

Der 4. August 2008  erinnert an eines der grausamsten Verbrechen der Islamischen Republik Iran, an den Bürgerrechtsaktivisten der Belutschistans Bevölkerung.

Der Tag, an dem Yaqoob Mehrnehad, ein Menschenrechtsaktivist, Journalist, Blogger und einer der loyalsten und aufrichtigsten Söhne Belutschistans, im Alter von 29 Jahren vom iranischen Regime gehängt wurde.

Die iranische Justiz konnte für die Hinrichtung dieses jungen Bürgerrechtsaktivisten, nie ein konkretes und dokumentiertes Verbrechen anführen, denn sein wahres Verbrechen bestand darin, die Würde, die Bürgerrechte und die kulturelle Identität des belutschischen Volkes zu verteidigen.

Der Yaqub Mehrnehad war ein aufgeklärter, leidenschaftlicher und mitfühlender junger Mann, der fest daran glaubte, dass die Stimmen der Bevölkerung Belutschistans durch legale Mittel, Dialog und zivilgesellschaftliches Engagement von den Behörden gehört werden könnten.

Durch sein beharrliches Eintreten für die Forderungen der Bevölkerung im Kontakt mit Provinzbeamten und Parlamentsabgeordneten, suchte er nach Wegen, das Leid und die Not der Menschen in seinem Land zu lindern.

In dieser Überzeugung und mit der Unterstützung zahlreicher junger Belutschen, gründete er den "Jugendverein Stimme der Gerechtigkeit“ und bemühte sich, die Kultur des Dialogs, der Verantwortung und der Bürgerbeteiligung in Belutschistan zu stärken, indem er kulturelle und soziale Treffen sowie Fragerunden mit Regierungsvertretern veranstaltete.

Logo "Jugendverein Stimme der Gerechtigkeit"

Er hoffte, die Rechte der Bevölkerung im Rahmen friedlicher und legaler Aktivitäten verteidigen und eine Grundlage, für die Verwirklichung von Gerechtigkeit und Gleichheit schaffen zu können.

Yaqoob war sich bewusst, dass die Unterdrückung der belutschischen Identität und Kultur, eines der Hauptinstrumente der Islamischen Republik Iran zur Aufrechterhaltung ihrer Herrschaft über Belutschistan war.

Daher veranstaltete er gemeinsam mit Künstlern, Kulturaktivisten und Mitgliedern des Jugendvereins „Stimme der Gerechtigkeit“ das erste belutschische Musikkonzert in Zahedan und erklärte am letzten Konzerttag, in einer Stellungnahme den 17. Khordad zum „Tag der Bewahrung der belutschischen Kultur und Kunst“.

Er glaubte auch an die Bedeutung von Aufklärungsarbeit durch die Medien und öffentliche Versammlungen.

Er startete seinen Blog mit dem Ziel, akkurate und unparteiische Nachrichten über die Realität in Belutschistan zu veröffentlichen und so, zum Kampf gegen Zensur, Ignoranz und staatliche Propaganda beizutragen.

Regelmäßig berichtete er über seine Aktivitäten, um die Öffentlichkeit über die Geschehnisse in Belutschistan zu informieren.

(In diesem Videoausschnitt sagt Yaqoob: ...und ich kann nicht umhin, über dieses große Problem und diese Tragödie zu sprechen: Armut und Arbeitslosigkeit, die unsere Gesellschaft beherrschen.

Das Problem der Arbeitslosigkeit, das heute das wichtigste Problem der Bevölkerung darstellt, hat, obwohl es sich zu einer Tragödie entwickelt hat, eine Lösung.

Die Behörden sollten Lösungen für dieses große Problem finden und Strategien und Taktiken entwickeln, um es zu lösen und der Jugend neue Perspektiven zu eröffnen.

Denn infolge, der Jugendarbeitslosigkeit hat die Armut in der Gesellschaft überhandgenommen, und Aristoteles sagte:„ Armut ist der Vater von Revolution und Verbrechen: die beste Demokratie und Gerechtigkeit ist, die Beseitigung der Armut“.

Wird dieses Problem nicht angegangen, wird es zu gravierenden sozialen Problemen und vielen Missständen in der Gesellschaft führen.

Natürlich bietet unsere Provinz eine gute Ausgangslage, um die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen, und verfügt über viele Talente und Fähigkeiten, wie meine Freunde bereits erwähnt haben.

Eine dieser Möglichkeiten, die wir nutzen können, ist die Grenze.

Die Entscheidungen zum Umgang mit Grenzfragen, insbesondere der Warenverkehr, waren stets umstritten.

Ob, wurden bei einer strengen Grenzkontrolle und der Verhinderung von Waren ein- und –ausfuhren, und die damit verbundenen Probleme überhaupt bedacht?

Die Regierung sollte einen Mindestlebensstandard und sogar ein Einkommen unterhalb der Armutsgrenze, für junge Menschen schaffen und der Bevölkerung sichern, bevor sie die Grenzen schließt.

Ob, wurde überlegt, was mit der hohen Zahl an Arbeitslosen geschehen soll?

Ob, haben die Entscheidungsträger jemals bedacht, dass Arbeitslose, die in ihrer Stadt und an ihrem Wohnort keine Arbeit finden und ihren Lebensunterhalt nicht verdienen können, in andere Provinzen oder Länder abwandern müssen?

Dass sie dann – neben vielen anderen Konsequenzen – monatelang, vielleicht sogar jahrelang von ihren Familien, getrennt arbeiten und leben müssen!

Ob, haben sie bedacht, dass mit religiöse und kulturelle Überzeugungen und Vorurteile, Korruption ausgeschlossen wäre, und es Gott bewahre – auch nicht zu familiären Konflikten kommen könnte?.

Es sollte beachtet werden, dass das Problem der Arbeitslosigkeit und der Grenzschließungen viele weitere Probleme verursacht, unter anderem die Frage, ob man nicht annehmen sollte, dass ein Arbeitsloser..)


Doch das Regime, das die Wahrheit als größte Bedrohung ansah, schloss seinen Blog und hängte ihn schließlich.

Die Hinrichtung von Yaqoub Mehrnehad, dessen Aktivitäten im Rahmen zivilgesellschaftlicher und kultureller Kämpfe stattfanden, offenbarte, dass die Islamische Republik Iran selbst die friedlichsten Forderungen fürchtet.

Ein Regime, das auf den Stift mit dem Galgen, auf Gedanken mit Gefängnis und auf die Forderung nach Gerechtigkeit mit Repression reagiert, verschließt selbst den Weg für jegliche zivilgesellschaftliche Aktivität und ebnet, den Weg für die Verbreitung anderer Formen des Widerstands.

Die Belutschistans Politischen und zivilgesellschaftliches Partei und Gruppen betrachten, die Hinrichtung von Yaqoob Mehrnehad als großen Verlust für die belutschische Nation und alle freiheitsliebenden Iraner und sind überzeugt, dass sein einziges „Verbrechen“ darin bestand, die bürgerlichen, kulturellen und Menschenrechte der Bevölkerung Belutschistans zu verteidigen.

Die Geschichte hat stets gezeigt, dass Hinrichtung und Unterdrückung weder das Denken noch das Idee der Freiheit, nicht auslöschen können.

Die Zivilgesellschaftliches Kampf Idee von Yaqoob Mehrnehad und anderen Märtyrern des Weges, hat der Freiheit das Bewusstsein und den Widerstand in den Herzen künftiger Generationen verstärkt und die Belutschistans Bevölkerung im Kampf für ihre Rechte und ihre Würde vereint.


Verfasser: Heydar Dorzadeh

saditsch.hd@gmail.com

Dienstag, der 4. August 2026, dem 13. Mordad 1405

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